Zur OB-Wahl in Albstadt

Meiner Meinung nach wird in der öffentliche Diskussion so getan als stünden sich mit der Wahl zwischen Jürgen Gneveckow und Klaus Konzelmann wirkliche Alternativen gegenüber und man könne mit der Wahl Wesentliches bewegen.

 

Das geht so weit Bürger/innen die bewusst nicht zur Wahl gehen zu beschimpfen oder gar das Recht abzusprechen sich zu beschweren. Anerkennenswert war die Position von Reiner Stegmüller bei seiner Vorstellung in der Zollern-Alb-Halle, der sich positiv dazu äußerte, dass die Bürger/innen selbst aktiv werden, wie mit der Bürgerversammlung, Kundgebung und Unterschriftensammlung mit der Forderung „Die Umstellung auf die neuen Wassertarife muss vollständig vom Tisch!“. In Albstadt verkörpert seit über 20 Jahren das überparteiliche Personenwahlbündnis ZUG Albstadt und dessen Gemeinderäte Thomas Voelter, Christiane Kasprik und derzeit Elke Rapthel die Richtung der Stärkung der kämpferischen kommunalpolitischen Opposition. ZUG und deren Gemeinderäte verbreiten keine Illussionen und kein Stellvertetertum, sondern fördern den Zusammenschluss und den Widerstand gegen die bürgerliche Politik der etablierten Parteien. Da gibt es keine Anpassung an die „Logik“ der Haushaltssanierung auf Kosten der Bürger oder die Unterordnung unter den Takt der hiesigen Großunternehmer. Deshalb ist die Stärkung und aktive Mitarbeit in ZUG wichtig für die zukünftigen Lebensverhältnisse in Albstadt und nicht die Stimmabgabe am Sonntag.

Zu denken gibt, dass Dr. Gneveckow von Roland Tichy im Wahlkampf unterstützt wird. Roland Tichy ist Vorstandsvorsitzender der Konrad- Adenauer Stiftung, der konservativen „Denkfabrik“ der CDU und tat sich besonders mit aggresiven Kommentaren gegen die erneuerbaren Energien und für das Festhalten an der Atomkraft hervor, so auch beim berüchtigten „Energieforum“ im Landratsamt Balingen im Herbst letzten Jahres.

Ein aktuelles Ärgernis ist für mich, dass es die Stadt der hochkarätigen und wirklich tollen Mountainbike-Events nicht schafft ihre Fahrredwege für die „normalsterblichen“ Schüler, Arbeitnehmer oder Rentner so zu räumen, dass diese gefahrlos befahren werden können.

Da wundert es nicht, wenn nicht schneller vom PKW - Verkehr auf Fahrrad oder Öffentlichen Nahverkehr umgestiegen wird.

 

Bernhard Schmidt