Leserbrief Bernhard Schmidt

Thema Fracking

 

05.06.2013

 An

Schwarzwaelder Bote

 Leserbrief

 Zum Lerserbrief „Kein Grund zur Besorgnis“ vom 04.06.2013

 Roland Tralmer (CDU) meint, die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Bundestag hätte bereits alles getan, um den Gefahren durch Fracking entgegen zu wirken. Davon kann keine Rede sein ! Erst kürzlich haben sich EU-Energiekommissar Öttinger (CDU) und Kanzlerin Merkel (CDU) dafür ausgesprochen Fracking in Europa und in Deutschland zu fördern. Die CDU lehnte bundesweit ein Verbot und sogar ein 2-jähriges Moratorium ab.

Der Konzern BASF/Wintershall und weitere internationale Übermonopole drücken angesichts der Entwicklung in den USA auch in Europa aufs Tempo was Konzessionen für Aufsuchungsrechte, Probebohrungen und einen Einstieg ins Fracking betrifft. Es ist nicht ausreichend „Umweltverträglichkeitsprüfungen“ und ein Verbot von Fracking in Trinkwassergebieten festzulegen – dies lässt genügend Türen offen. Die britischen Firmen „3-legs-Resourcess“ und „bell-expolorations“ werben selber mit „Umweltverträglichkeitsprüfungen“ für die Verlängerung der Konzessionen für Aufsuchungsrechte im Raum Singen – Konstanz – Ravensburg – Pfullendorf bis Biberach. Die Widerstände und Resolutionen aus vielen Städten und des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben gegen Fracking sind vor allem der engagieten Aufklärungsarbeit des BUND Pfullendorf/Ravensburg/Sigmaringen zu verdanken.

Beim bundesweiten Treffen der Bürgerinitiativen gegen Gasbohren am 4./5.Mai in Korbach haben sich Teilnehmer aus 26 Anti Fracking Initiativen unter anderem auf folgende Forderung an Bund, Länder und EU verständigt: „Die Initiativen fordern ein sofortiges ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei der Erforschung und Gewinnung fossiler Energieträger. Unabhängig davon, ob die Rissbildung mit oder ohne Einsatz giftiger Chemikalien, hydraulisch oder andersartog erzeigt wird.“ Darüber hinaus wurde beschlossen am 31.08.2013 den bundesweiten Anti-Fracking Tag durchzuführen.

Bei der Strategiekonferenz Umweltbewegung am 20.Mai in Schwerte wurde von 320 Teilnehmern eine Solidaritätserklärung an die US-amerikanische Anti-Fracking-Bewegung verabschiedet, nachdem Mike Stout, aktiver Fracking-Gegner aus Pittsburgh,USA von den verherrenden Auswirkungen des Fracking und dem Kampf dagegen berichtete. Der Widerstand gegen Fracking bleibt also kommunal, regional, bundesweit und international wichtig.

 

Bernhard Schmidt

Albstadt-Ebingen