Unser Krankenhaus in Albstadt aktiv verteidigen!

Leserbrief von Thomas Voelter vom 14.10.

Steigende Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, aber Kosten für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sollen minimiert werden, obwohl der Behandlungsbedarf wächst. Wir werden regelrecht ausgeplündert, damit mit Milliarden an Subventionen, Steuererleichterungen, sinnlose Großprojekte und anderes mehr die kapitalistische Profitwirtschaft am Laufen gehalten werden kann. 
In diesem Zusammenhang steht die Tatsache, dass dem Landrat und der Kreistagsmehrheit einige Prozent des Kreishaushaltes als Zuschussbedarf der Krankenhäuser ein Dorn im Auge sind und mit einem Zentralklinikum etwa 80 Betten abgebaut und zirka 10 Millionen an Personal eingespart werden sollen, ob die Krankenhäuser gar an einen Privaten verschachert werden sollen. Es ist ein Hohn, uns das auch noch als „zukunftsfähiges Medizinkonzept“ zu verkaufen. 
Die „Volksvertreter“ sehen mit größter Sorge das schwindende Vertrauen in ihre Parteien. Doch solange die Bevölkerung in resignativer Passivität verharrt, werden sie ihre volksfeindlichen Absichten durchziehen. Deshalb ist es dringend erforderlich, am 22. Oktober 16 den Volkswillen „Pro Krankenhaus Albstadt“ auf der Straße deutlich zu machen. Und: wachsen nicht Zwietracht und Verwirrung im Lager LR/Kreistag? Zentralklinikum Balingen, dann Zentralklinikum auf der grünen Wiese, dann Privatisierung, dann Teilprivatisierung, dann Rücktritt des Ex-OB Merkel von Balingen wegen der Krankenhauspolitik des LR in den vergangenen Monaten, dann massive Vorwürfe gegen die Geschäftsführerin des Kreisklinikums wegen personalfeindlicher Maßnahmen und anderes mehr.
Ein einziges Affentheater der Verantwortlichen, die sich aber anmaßen, über die Zukunft unserer kranken Mitbürger in Fragen der stationären Behandlung entscheiden zu wollen. Nein danke! Aktiver Bürgerwiderstand ist ein gebot der Stunde! Nur so können die „Volksvertreter“ nicht mehr ohne Weiteres „machen, was sie wollen“.
Thomas Voelter
Wasenstraße 4, Tailfingen