Leserbrief von Renate Schmidt zum Antikriegstag

Zollernalb-Kurier vom 5.9.2017

Gefahr für den Weltfrieden

 

Kims sechste und bislang gefährlichste Bombe“, titelt die Südwestpresse. Prompt droht Trump mit dem Einsatz von Atomwaffen. Heute besteht die Gefahr eines 3. Weltkrieges und wir brauchen dringend eine neue Friedensbewegung, die sich gegen jede imperialistische Aggression wendet. Hinter der Eskalation zwischen den USA und Nordkorea steckt mehr als Größenwahn und Kriegsgeheul von Donald Trump und Kim Jong Un. Im Kampf um die Beherrschung des Weltmarkts, um Macht- und Einflussgebiete haben sich mit der Herausbildung neuimperialistischer Länder gewaltige Machtverschiebungen ergeben. Das bisherige Gefüge der Welt ist infrage gestellt. Die USA sind im Konkurrenzkampf zurück gefallen und wollen aggressiv ihre angeschlagene Rolle als einzige Supermacht aufrecht erhalten. Provokativ probte sie beim Militärmanöver mit Südkorea den Sturz des Regimes in Pjöngjang und droht mit einem atomaren Erstschlag. All das richtet sich gegen den Hauptrivalen China. Das schreckliche Kim-Jong-Un-Regime in Nordkorea zündelt und eskaliert ebenfalls, strebt aggressiv nach regionaler Vorherrschaft. Mit Sozialismus oder Kommunismus hat Kim Jong Uns abstruse Familiendynastie, unterwürfiger Personenkult, Militarisierung und brutale Unterdrückung der breiten Massen nichts zu tun.
Die deutsche Regierung tut friedlich, hat sich aber nicht mal an der UN-Ächtung von Atomwaffen beteiligt und hält US-Atomwaffen einsatzbereit. Deutschland rüstet auf, ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt, verdient am Krieg in Syrien, hat Soldaten in 21 Ländern, dealt mit dem faschistischen Erdogan-Regime und anderen Despoten, um die Flüchtlinge abzuschotten. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall will in der Türkei eine Panzerfabrik bauen. Keinesfalls sind Deutschland und die EU die friedlichen und demokratischen Gegenspieler zu Trump, Kim Jong Un, Erdogan, Putin oder Assad. Das ganze imperialistische Weltsystem ist in der Krise und hoch gefährlich für den Weltfrieden. 
Renate Schmidt
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