Demonstration Pro Krankenhaus Albstadt am 22.10.

Korrespondenz

MLPD Zollernalb

 

Korrespondenz

 

Albstadt, den 22. Oktober 2016

 

Kein Aus für unser Krankenhaus!

 

Das hat die kleine Stadt Albstadt schon seit vielen Jahren nicht mehr erlebt: Eine Kundgebung und Demonstration mit gut 500 Teilnehmern für den Erhalt der zwei Krankenhäuser in Albstadt und in Balingen und gegen die Pläne des Landrats diese zu schließen und stattdessen ein Zentralklinikum „auf der grünen Wiese“ neu zu bauen. Organisiert von der Bürgerinitiative „Pro Krankenhaus Albstadt“ versammelten sich die Menschen am ersten Kundgebungsort am Anfang der Fußgängerzone. Dort sprachen u.a. der Arzt für Allgemeinmedizin Thomas Voelter der für seine kämpferischen Argumente viel Beifall bekam. Er ist auch als Marxist-Leninist bekannt und trug schon im Vorfeld viel dazu bei, die politschen Hintergründe und Zusammenhänge der absurden Pläne aufzudecken. Dann ging es weiter hin zum Rathaus, wo eine weitere Kundgebung stattfand. Hier sprachen Vertreter der Bürgerinitiative und u.a. Christiane Kasprik, die auch als Aktivistin von ZUG-Albstadt bekannt ist. Sie forderte u.a. auf, sich durch antikommunistische Ausgrenzung nicht spalten zu lassen und gemeinsam weiter zu kämpfen. Weiter ging die Demo dann zum Krankenhaus Albstadt. Dort sprachen eine Vertreterin der Beschäftigten der UNI-Klinik Tübingen und eine Sprecherin von der Gewerkschaft verdi. Zum Abschluß bildeten wir alle eine Menschkette um den Eingangsbereich der Klinik. „Eine super Aktion!“ „Toll dass so viele gekommen sind!“ - das sagten viele voller Stolz. Die MLPD war mit 5 Parolen-Schildern, einer Fahne und Sprechparolen-Flugblättern gut sichtbar und trug zur kämpferischen Stimmung bei. Desweiteren verteilten wir ein Interview mit Thomas Voelter zum Thema, welches er im Juli der Stadtzeitung „Auf Zack“ gegeben hatte. Ein Genosse sammelte Unterschriften für das internationalistische Bündniss. Besonders empört die Leute, dass 33 500 Unterschriften die in den letzten Monaten für den Erhalt der Krankenhäuser gesammelt wurden, vom Landrat und den Betreibern der Zentralklilnik derart ignoriert werden. Bei der Übergabe der Unterschriften hatte Landrat Pauli gefragt „Wo ist denn hier die blaue Tonne?“ Deshalb und weil heute tatsächlich die Sonne schien fand unsere Parole: „Wer kämpft dem lacht die Sonne – Landrats Pläne in die Tonne!“ Viel Gelächter und Zuspruch. Weiter riefen wir: „Doppelstandort, das sind zwei, wir sagen klar: Es bleibt dabei!“ „Wir sind Menschen und nicht Fälle – Krankenhaus an Ort und Stelle!“ Kämpft alle mit – Mensch vor Profit!“ „Grün bleiben Wiesen – keiner darf das Krankenhaus schließen!“

 

Renate Schmidt